Flaschenservice im Club: Flaschenkarte erstellen und Preise kalkulieren
Flaschenservice im Club: was auf die Flaschenkarte gehört, wie Sie Flaschenpreise kalkulieren (mit Euro-Beispielen), Mindestumsatz pro Tisch, Pakete und QR-Bestellung.
Auf dieser Seite
- Was ist Flaschenservice?
- Was gehört auf eine Flaschenkarte für den Flaschenservice?
- Wie kalkulieren Sie Flaschenpreise für den Flaschenservice?
- Wie legen Sie den Mindestumsatz pro Tisch fest?
- Wie stellen Sie Flaschenservice-Pakete zusammen?
- Flaschenkarte erstellen: Schritt für Schritt
- Welche Fehler passieren bei Flaschenkarten am häufigsten?
- Häufige Fragen zum Flaschenservice
- Erstellen Sie jetzt Ihre Flaschenkarte
Für den Flaschenservice brauchen Sie eine Flaschenkarte, die alle ganzen Flaschen, Pakete und Filler auflistet, die ein Tisch bestellen kann, mit klaren Preisen, dem Mindestumsatz und den Hausregeln. Dafür gruppieren Sie die Flaschen nach Spirituose, kalkulieren jeden Flaschenpreis aus dem Einkaufspreis mit einem Ziel-Wareneinsatz, rechnen die Filler ein und legen einen Mindestumsatz pro Tisch fest, der je nach Abend variiert. Dieser Leitfaden zeigt jeden Schritt mit Euro-Beispielen.
Kurze Antwort: Listen Sie 10–20 Flaschen in drei Stufen (Standard, Premium, Prestige), nennen Sie in jeder Zeile die Flaschengröße und was enthalten ist (Filler, Eis, Garnitur), kalkulieren Sie jede Flasche so, dass der Wareneinsatz etwa 15–25 % des Nettopreises beträgt, und runden Sie auf einen glatten Betrag. Ergänzen Sie zwei oder drei Pakete, nennen Sie den Mindestumsatz pro Tisch und Abend und stellen Sie die Karte per QR-Code auf jeden Tisch, damit Gäste die nächste Flasche bestellen können, ohne auf den Host zu warten.
Was ist Flaschenservice?
Flaschenservice (englisch „bottle service“) bedeutet, dass Gäste an einem reservierten Tisch im Club, in der Lounge oder Bar ganze Flaschen Spirituosen oder Champagner kaufen, die ein eigener Host mit Fillern serviert, statt Drinks an der Theke zu bestellen. Meist verpflichtet sich die Gruppe zu einem Mindestumsatz für den Tisch, und die Flaschenkarte ist das, worauf sie ihn verteilt.
Clubs verkaufen ihn auf zwei Arten: feste Pakete (eine bestimmte Anzahl Flaschen zum Festpreis) oder ein Mindestumsatz-Modell, bei dem der Tisch frei bestellt, bis der Betrag erreicht ist, wie SpotOn beschreibt. Die meisten nutzen beides: Pakete für Geburtstage und Gruppen, die einen einfachen Preis wollen, die Flaschenkarte für alle anderen.
Was gehört auf eine Flaschenkarte für den Flaschenservice?
Auf eine Flaschenkarte gehören jede Flasche mit Größe und Preis, die Inklusivleistungen, die Pakete, der Mindestumsatz und die Regeln, die ein Gast vor der Bestellung kennen muss. Nutzen Sie diese Checkliste:
- Flaschen nach Kategorie. Wodka, Gin, Tequila, Rum, Whisky, Champagner und Sekt, dazu einige alkoholfreie Optionen. Drei bis fünf Flaschen pro Kategorie reichen für die meisten Betriebe.
- Größe in jeder Zeile. 0,7 l, 0,75 l, Magnum (1,5 l) und größere Formate. Gäste vergleichen nach Größe, und Sie kalkulieren danach.
- Was enthalten ist. Zum Beispiel „inkl. 4 Filler, Eis und Garnitur“. Typische Filler sind Soda, Tonic, Cola, Cranberry- und Orangensaft sowie Energy-Drinks (Lightspeed).
- Zusätzliche Filler und Extras. Extra-Karaffe, Energy-Drink, Obstplatte, Präsentation mit Wunderkerze, Geburtstagsansage.
- Pakete. Zwei oder drei Angebote mit Festpreis und Personenzahl.
- Mindestumsatz und Anzahlung. Pro Tischart und Abend, und ob die Anzahlung auf den Mindestumsatz angerechnet wird.
- Service, MwSt. und Zahlung. Geben Sie an, ob die Preise MwSt. und Service enthalten und wie der Tisch bezahlt.
- Allergene. Champagner und Wein enthalten Sulfite, Sahneliköre enthalten Milch, manche Liköre enthalten Nüsse. In der EU gehören sie zu den 14 Hauptallergenen, über die Sie informieren müssen.
- Hausregeln. Mindestalter, Ausweiskontrolle, wer einschenkt und dass das Personal den Ausschank an stark alkoholisierte Gäste beenden darf.
Wie kalkulieren Sie Flaschenpreise für den Flaschenservice?
Sie kalkulieren den Flaschenpreis, indem Sie die Gesamtkosten (Flasche plus enthaltene Filler und Garnitur) durch einen Ziel-Wareneinsatz teilen, dann die MwSt. aufschlagen und auf einen glatten Betrag runden. Das ist dieselbe Logik wie in unserem Leitfaden zur Kalkulation in der Gastronomie, nur für eine ganze Flasche statt für einen Teller.
1. Ermitteln Sie die vollen Kosten jeder Flasche
Nehmen Sie den Netto-Einkaufspreis und addieren Sie alles, was mit der Flasche an den Tisch geht: Filler, Eis, Obst und die Wunderkerze, falls inklusive. Ein Wodka (0,7 l) für 16 € mit vier Fillern und Garnitur für 6 € kostet Sie 22 €.
2. Wählen Sie einen Ziel-Wareneinsatz
Bei Spirituosen im Glas liegt der mittlere Wareneinsatz von Bars bei 15 %, gegenüber 24 % bei Bier und 28 % bei Wein, laut Kundendaten von BevSpot. Flaschenservice wird meist in einer ähnlichen Spanne kalkuliert, rund 15–25 % Wareneinsatz, weil der Tisch einen Host, einen reservierten Platz und die Präsentation bekommt. Setzen Sie bei Einstiegsflaschen einen niedrigeren Prozentsatz (also einen höheren Kalkulationsfaktor) an und bei Prestige-Flaschen einen höheren, damit deren Preise glaubwürdig bleiben.
3. Teilen, MwSt. aufschlagen, runden
Nettopreis = volle Kosten ÷ Ziel-Wareneinsatz. Dann 19 % MwSt. aufschlagen (Getränke werden in Deutschland immer mit 19 % besteuert) und auf 5 € runden. So sieht die Rechnung für fünf Flaschen aus:
| Flasche | Einkauf netto | Filler & Garnitur | Ziel-Wareneinsatz | Nettopreis | Kartenpreis (19 % MwSt., gerundet) |
|---|---|---|---|---|---|
| Wodka 0,7 l | 16 € | 6 € | 20 % | 110 € | 130 € |
| Gin 0,7 l | 20 € | 6 € | 20 % | 130 € | 155 € |
| Premium-Tequila 0,7 l | 35 € | 6 € | 22 % | 186 € | 225 € |
| Champagner 0,75 l | 28 € | 2 € (Eiskübel) | 25 % | 120 € | 145 € |
| Wodka Magnum 1,5 l | 32 € | 10 € | 20 % | 210 € | 250 € |
4. Mit dem Markt und Ihren Thekenpreisen abgleichen
Vergleichen Sie Ihre Preise mit zwei oder drei Clubs in Ihrer Stadt und prüfen Sie die Flasche gegen die Theke: Eine 0,7-l-Flasche ergibt etwa 17 Drinks à 4 cl. Kostet ein Wodka-Tonic an der Bar 10 €, sind 17 Drinks 170 €. Eine Flasche für 130 € mit Fillern wirkt für die Gruppe fair, während Tisch und Host einen Aufschlag gegenüber dem Einzeldrink rechtfertigen. In den großen Party-Metropolen liegen die Preise weit höher; Lightspeed nennt Aufschläge von 500 % bis zu 5.000 % in den angesagtesten Clubs (Quelle). Kalkulieren Sie für Ihr Publikum, nicht für Las Vegas.
Wie legen Sie den Mindestumsatz pro Tisch fest?
Den Mindestumsatz pro Tisch legen Sie fest, indem Sie die Plätze am Tisch mit dem Betrag multiplizieren, den jeder Gast an diesem Abend ausgeben soll, und dann nach Lage des Tisches und Wochentag anpassen. Eine einfache Methode:
- Bei den Plätzen anfangen. Eine Lounge für 8 Personen am Samstag mit einem Ziel von 50 € pro Gast ergibt 400 €.
- Nach Lage anpassen. Tische am DJ-Pult oder an der Bühne bekommen einen Aufschlag, Randtische weniger.
- Nach Abend anpassen. Unter der Woche und früh am Abend können Sie 50–60 % des Samstagsbetrags ansetzen. Events und Feiertage liegen höher.
- Mit der Karte erreichbar machen. Ein Mindestumsatz von 400 € sollte zwei oder drei Flaschen der Karte entsprechen, nicht 2,4 Flaschen plus eine unbequeme Auffüllung.
- Anzahlung auf den Mindestumsatz anrechnen. Sie schützt vor No-Shows, ohne wie eine Zusatzgebühr zu wirken.
Zur Orientierung: Lightspeed nennt für die USA einen durchschnittlichen Mindestumsatz von 500–1.500 $ für eine Gruppe von etwa 10 Personen und empfiehlt 150–250 $ für lockerere Bars (Lightspeed). Welchen Betrag Sie auch wählen: Schreiben Sie ihn auf die Karte und in die Reservierungsbestätigung, damit niemand ihn erst am Ende des Abends entdeckt.
Wie stellen Sie Flaschenservice-Pakete zusammen?
Stellen Sie zwei oder drei Pakete nach Gruppengröße und Anlass zusammen, jeweils mit Festpreis, Personenzahl und klarer Liste der Leistungen. Pakete erleichtern Geburtstagen und Gruppen die Entscheidung und lassen Sie Extras mit höherer Marge als Flaschen bündeln.
| Paket | Personen | Enthalten | Beispielpreis |
|---|---|---|---|
| Starter | Bis 4 | 1 Flasche Wodka oder Gin (0,7 l), 4 Filler, Eis und Garnitur | 145 € |
| Celebration | Bis 8 | 2 Flaschen Spirituosen, 1 Champagner, 8 Filler, Wunderkerzen-Präsentation, Obstplatte | 410 € |
| VIP | Bis 12 | 1 Magnum, 2 Flaschen Spirituosen, 2 Champagner, Filler ohne Limit, bester Tisch | 790 € |
Flaschenkarte erstellen: Schritt für Schritt
Eine digitale Flaschenkarte erstellen Sie an einem Abend: Flaschen und Pakete auflisten, klare Zeilen schreiben, Allergene und Regeln ergänzen und dann einen QR-Code auf jeden Tisch stellen, damit Gäste direkt vom Handy bestellen.
1. Nur Flaschen listen, die Sie immer liefern können
Gehen Sie von Verkaufsdaten und Lager aus: Welche Flaschen laufen, welche bekommen Sie schnell nach und welche Prestige-Flaschen führen Sie fürs Image? Eine kurze Karte, die immer verfügbar ist, schlägt eine lange mit fünf ausverkauften Zeilen.
2. Die Karte so ordnen, wie Gäste entscheiden
Zuerst die Pakete, dann die Kategorien (Champagner, Wodka, Gin, Tequila, Rum, Whisky), dann Extra-Filler und Zusatzleistungen, zum Schluss Mindestumsatz und Regeln. Innerhalb jeder Kategorie vom Einstieg bis Prestige, Großformate am Ende.
3. Eine klare Zeile pro Flasche schreiben
Jede Zeile braucht Name, Größe, Preis und Inklusivleistungen, zum Beispiel: „Premium-Tequila, 0,7 l, inkl. 4 Filler, Eis und Limette, 225 €“. Ergänzen Sie ein Foto der Flasche; auf einem Handy im dunklen Club ist ein Foto leichter zu erfassen als Text.
4. Die Karte per QR-Code auf jeden Tisch bringen
Ein QR-Code auf jedem Tisch lässt die Gruppe die zweite und dritte Flasche bestellen, ohne im lauten Club nach dem Host zu winken. Bei Elegant Menu, der Plattform für QR-Menüs und Bestellungen, scannen Gäste den Code an ihrem Tisch oder in ihrer Lounge, ergänzen eine Notiz wie „Cranberry und Energy-Drink als Filler“, und die Bestellung landet mit Tischnummer auf einem Live-Bestellboard, wo das Team sie von „ausstehend“ über „in Zubereitung“ auf „fertig“ schiebt. Jeder Gast erhält eine Statusseite, die sich in Echtzeit aktualisiert. Wenn Sie neu bei QR-Menüs sind, erklärt unser Leitfaden QR-Code-Speisekarte erstellen Druck und Platzierung.

5. Dafür sorgen, dass die Richtigen jede Bestellung sehen
Hosts sind ständig unterwegs, also muss die Benachrichtigung ihnen folgen. Elegant Menu schickt Bestell-Updates im Standard-Tarif an 2 Telegram-Nutzer und im Premium-Tarif an bis zu 7, und ab Standard können Bons automatisch an der Bar gedruckt werden. Ein Bildschirm hinter der Theke mit dem Bestellboard funktioniert ebenfalls.
6. Preise und Verfügbarkeit vom Handy aus pflegen
Ist eine Flasche aus, markieren Sie sie als nicht verfügbar, damit niemand sie bestellt. Passen Sie Preise für besondere Abende an und nutzen Sie die News-Leiste oben in der Karte (bei Elegant Menu ab Standard), um den DJ des Abends oder ein Paketangebot anzukündigen.
7. Festlegen, wie Tische bezahlen
Entweder zahlen Gäste direkt bei der Bestellung online, oder der Host führt eine offene Rechnung, die am Ende beglichen wird. Online-Zahlung aus der Karte gibt es bei Elegant Menu ab dem Basic-Tarif (2 % Gebühr, 1,5 % bei Premium). Tischreservierungen und Anzahlungen laufen weiter über Ihr Reservierungssystem.
8. Für internationale Gäste übersetzen
In Touristen- und Messestädten buchen oft Besucher die besten Tische. Eine Karte, die sie in ihre Sprache umschalten können, beseitigt Unklarheiten über Größen und Inklusivleistungen. Elegant Menu bietet 1 Übersetzungssprache im Basic-Tarif und 8 im Standard-Tarif. Einen Überblick über weitere Anbieter finden Sie in unserem Vergleich digitaler Speisekarten.
Welche Fehler passieren bei Flaschenkarten am häufigsten?
Die häufigsten Fehler bei Flaschenkarten sind versteckte Kosten, fehlende Größenangaben und eine Karte, die nur der Host zeigen kann.
- Keine Größe in der Zeile. „Wodka 130 €“ führt zu Diskussionen, wenn eine 0,7-l-Flasche kommt und der Gast einen Liter erwartet hat.
- Überraschende Servicegebühren. Wird Service extra berechnet, gehört das auf die Karte, nicht nur auf die Rechnung.
- Unklare Filler. Nennen Sie, wie viele Filler enthalten sind und was zusätzliche kosten.
- Ein Aufschlag für alle Flaschen. Derselbe Faktor lässt Einstiegsflaschen billig und Prestige-Flaschen absurd teuer wirken. Staffeln Sie den Wareneinsatz.
- Gedruckte Karten, die nie aktualisiert werden. Ausverkaufte Flaschen bleiben stehen, Preise veralten. Eine digitale Karte ist in Sekunden aktuell.
- Verantwortungsvollen Ausschank vergessen. Gäste schenken oft selbst ein, deshalb müssen Personal und Security auf starke Alkoholisierung achten, wie WebstaurantStore betont.
Häufige Fragen zum Flaschenservice
Wie viel sollte eine Flasche im Flaschenservice kosten?
Ein gängiger Ansatz ist ein Preis, bei dem die Flasche samt Fillern 15–25 % des Nettopreises kostet. Ein Wodka mit 22 € Kosten wird bei 20 % Wareneinsatz für 110 € netto verkauft, mit 19 % MwSt. gerundet für 130 €.
Was ist beim Flaschenservice enthalten?
Zum Flaschenservice gehören in der Regel ein reservierter Tisch, eine ganze Flasche Spirituose oder Champagner, Filler, Eis und Garnitur sowie ein Host, der den Tisch bedient. Viele Clubs bieten zusätzlich Gläser, eine Wunderkerzen-Präsentation bei Feiern und bevorzugten Einlass.
Sollte der Mindestumsatz auf der Karte stehen?
Ja, nennen Sie den Mindestumsatz pro Tischart und Abend auf der Karte und in der Reservierungsbestätigung. Gäste akzeptieren einen Betrag, den sie kannten; über einen, den sie erst am Ende erfahren, wird gestritten.
Wie viele Flaschen sollte eine Flaschenkarte haben?
Zehn bis zwanzig Flaschen in fünf oder sechs Kategorien plus zwei oder drei Pakete reichen für die meisten Clubs und Lounges. Listen Sie nur Flaschen, die Sie die ganze Nacht vorrätig haben.
Können Gäste den Flaschenservice per QR-Code bestellen?
Ja, Gäste scannen den QR-Code am Tisch, wählen Flasche und Filler und senden die Bestellung mit ihrer Tischnummer. Das Team sieht sie auf dem Bestellboard, als gedruckten Bon oder als Handy-Benachrichtigung und bringt sie an den Tisch.
Erstellen Sie jetzt Ihre Flaschenkarte
Mit Elegant Menu erstellen Sie kostenlos eine Flaschenkarte mit Fotos, Größen, Allergenen und Tischbestellung und ergänzen Benachrichtigungen, Zahlungen und Übersetzungen, wenn die Abende voller werden. Sehen Sie sich zuerst an, wie eine Live-Karte auf dem Handy eines Gastes aussieht.